Das Derby zwischen dem SV Oberschledorn/Grafschaft und dem TuS Medebach endete 2:2. Circa 400 Zuschauer sahen die Partie.

Medebach war in der ersten Halbzeit die deutlich bessere Mannschaft und beherrschte den Gegner durch gute Raumaufteilung, flĂŒssige Kombinationen und eine starke lĂ€uferische Leistung. Bereits nach 10 Minuten hatte Medebach die erste Gelegenheit, als nach einer Ecke ein Ball von Christian LĂŒbbert am Außennetz landete. Wenig spĂ€ter fiel die GĂ€stefĂŒhrung, erneut nach einer Ecke schaltete Michi Kuhnhenne am schnellsten und drĂŒckte das Leder aus kurzer Distanz ĂŒber die Linie. Der SVO/G wirkte verunsichert, und schaute den Medebacher Kombinationen im Verlauf nur zu, bekam aber keinen Zugriff darauf. Medebach lief wiederholt in Überzahl Richtung TorgestĂ€nge der Heimelf, agierte aber dabei zu ĂŒberhastet. FĂŒnf Minuten vor der Halbzeit dann der zweite Treffer: Der stark aufspielende Niklaas Westermann brach ĂŒber die linke Seite durch und bediente Andre Ricken, der den Ball ĂŒber die Linie drĂŒckte. Nach einer ganz starken ersten Halbzeit ging es in die Kabine, Oberschledorn/Grafschaft hatte nicht eine nennenswerte Aktion in HĂ€lfte 1.

Das Ă€nderte sich nach dem Pausentee, jetzt war die Heimelf am DrĂŒcker. Mit langen BĂ€llen und einigen Standardsituationen wurde Medebach in BedrĂ€ngnis gebracht, bereits nach fĂŒnf Minuten fiel der Anschlusstreffer. Schneider verlĂ€ngerte einen Freistoß auf den eingewechselten Guntermann, der aus kurzer Distanz vollstreckte – 1:2. Nur zwei Minuten spĂ€ter die vielleicht spielentscheidende Szene: Michi Kuhnhenne, ĂŒberragender Akteur beim TuS Medebach, rannte alleine auf TorhĂŒter Gerbracht zu, schloss aber zu frĂŒh ab und ĂŒbersah den mitgelaufenen Jan Vieweger, das mögliche 1:3 blieb dem TuS verwĂ€hrt. So musste man nach einer Stunde den Ausgleich hinnehmen, als erneut ein Freistoß abgefĂ€lscht zu Hölscher gelangte, der zuvor schon eine Großchance ausgelassen hatte. Diesmal machte er es besser und traf im Fallen zjm 2:2, grenzwertig, denn mit gestrecktem Bein ging er dabei in Dominik Lefarth hinein und traf diesen am Knie. Medebach war jetzt deutlich zu passiv, allerdings konnte man dem Druck standhalten, der in der Regel aus langen BĂ€llen bestand.

Am Ende stand ein gerechtes Unentschieden, das aus Medebacher Sicht aber unnötig war, so wie man die erste Halbzeit gestaltet hatte. Medebach hatte eine Halbzeit mit Fußball dominiert, Oberschledorn/Grafschaft die zweite HĂ€lfte mit Kampfgeist und Willen.

NĂ€chster Gegner fĂŒr den TuS Medebach ist am kommenden Sonntag der TuS Sundern, gespielt wird erneut auswĂ€rts.

Überschattet wurde das Wochenende von der Nachricht vom Kreuzbandriss von Hendrik Stuhldreher, den er sich im Spiel gegen Eslohe vergangenes Wochenende zugezogen hatte. Der TuS Medebach wĂŒnscht Hendrik alles Gute und eine vollstĂ€ndige Genesung!

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