1:1 auf Auer Staubwüste

Durch ein spätes Tor von Georg Drilling erreichte der TUS Medebach beim Schlusslicht TSV Aue/Wingeshausen ein gerechtes 1:1 Unentschieden. Die Vorzeichen waren klar: Ein harter und staubiger Aschenplatz, dazu zwei Mannschaften, die im Abstiegskampf ums Überleben kämpften, hier war mit Hochglanzfußball nicht zu rechnen. 350 Zuschauer verfolgten das Spiel, darunter 80 aus Medebach, die u. a. per Bus angereist waren, manche sprachen von einer Abenteuerreise. Und so spielte sich das Geschehen auch weitestgehend im Mittelfeld ab, trotz der Tatsache, dass das Schlusslicht mit drei Spitzen agierte.. Medebach überließ den Hausherren mehr Spielanteile, um dadurch bei Kontern mehr Raum zu haben. Die Hausherren bemühten sich um Torchancen, etwas richtig zwingendes kam dabei aber nicht heraus, zumal Michael Padberg eine fehlerfreie Partie spielte. Die größte Gelegenheit der ersten Halbzeit hatte der TUS, als Andre Ricken über rechts durchgebrochen war und seine scharfe Hereinbabe an Freund und Feind vorbei den Fünfmeterraum passierte, Markus Lübbert fehlte hier nur eine Fußbreite.

Etwas turbulenter wurde es in der zweiten Halbzeit. Das lag daran, dass Aue/Wingeshausen durch Euteneuer früh mit 1:0 in Führung ging, allerdings aus klarer Abseitsposition. Als Medebach sich wieder beruhigt hatte, tat man jetzt selber mehr für das Spiel, allerdings bot man den Hausherren auch Raum für Konter. Medebachs größte Gelegenheiten boten sich Peter Ricke dar, der mit seinem Fernschuss an Heier scheiterte und wenig später aus spitzem Winkel über das Tor schoss. Ricke war es auch, der in der 87. Spielminute besagten Ausgleich vorbereitete. Georg Drilling pflückte sich das Leder mit der Brust herunter und traf unhaltbar volley unter die Querlatte.

Mit dem 1:1 (Minimalziel) hielt man Aue/Wingeshausen auf Distanz, was bei deren Restprogramm nicht ohne Bedeutung war. Auch der Vorsprung auf Grafschaft konnte auf 6 Zähler ausgebaut werden. Allerdings konnten Allagen und Bestwig gegen Birkelbach und Oberschledorn wichtige Dreier einfahren, für Spannung im Abstiegskampf ist also weiterhin gesorgt.

Jan Vieweger wusste in der Offensive überzeugen, immer wieder schleppte er die Bälle nach vorne. Auch Till Riedel spielte eine gute Partie.

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