Durch ein spĂ€tes Ausgleichstor nahm Medebach beim Tabellenvierten Bad Berleburg einen verdienten Punkt mit auf die Heimreise. In der ersten Halbzeit war man bemĂŒht, aus einer kompakten Einheit gefĂ€hrliche Konter zu fahren. Dies gelang erstmals nach fĂŒnf Minuten, als Patrick Linn Peter Ricke bediente, der aber beim Abschluss zu zögerlich war. Nur kurze Zeit spĂ€ter brachte Tim Sassmannshausen den VfL mit 1:0 in FĂŒhrung. Medebach hatte in der Folgezeit mehrere gute Gelegenheiten nach Kontern, beispielsweise durch Peter Ricke und Jan Vieweger. Insgesamt fehlte aber die letzte Genauigkeit im Abschluss. Auf der anderen Seite wurde es fĂŒr Medebach insbesondere in der Phase um die 30. Minute gefĂ€hrlich, als man in Unterzahl (Verletzungsbehandlung von Till Riedel, Verdacht auf Ripenbruch) zwei gefĂ€hrliche Situationen ĂŒberstehen musste. ZunĂ€chst traf Sassmannshausen den Pfosten, wenig spĂ€ter köpfte er knapp am Tor vorbei. Zehn Minuten vor der Halbzeit tauchte Peter Ricke vor König auf, verzog aber freistehend.

Nach dem Wechsel eroberte sich Medebach durch ein couragiertes Auftreten mehr Spielanteile. Der Preis war allerdings, dass man jetzt selber bei Kontern anfĂ€llig war und so war die Frage: Schafft Medebach eher den Ausgleich, oder erfolgt der Knockout in Form eines Konters. Hierbei konnte Michael Padberg ein paar Mal sein Können unter Beweis stellen, und auf der anderen Seite gab es fĂŒr den Schiedsrichter drei knifflige Szenen zu beurteilen. ZunĂ€chst spitzelte Daniel Köster den Ball an Libero und TorhĂŒter vorbei und wurde von den Beinen geholt – kein Elfmeter. Dann sprang einem VfL-Spieler der Ball an die Hand – kein Elfmeter. Zehn Minuten vor dem Ende zog Dominik MĂŒller ab, sein Schuss wurde mit der Hand geblockt – kein Elfmeter. Im Anschluss an diese Szene hĂ€tte Bad Berleburg den Sack zumachen mĂŒssen, doch der Ball sprang zweimal vom Lattenkreuz ins Feld zurĂŒck und hielt Medebach im Spiel. Andre Ricken wurde schließlich ins Sturmzentrum geordert und verwandelte ein Anspiel von Daniel Köster, der zuvor noch eine gute Möglichkeit hatte, zum gerechten 1:1.

In der Schlussphase drohte bei einem Freistoß noch einmal Ungemach, auch, weil es insgsamt 6 1/2 Minuten Nachspielzeit gab. Kurz vor dem Ende rannte dann Patrick Linn noch alleine auf König zu, ließ sich aber etwas zu weit abdrĂ€ngen. Insgesamt ein verdienter Punkt, der in der Tabelle zwar nicht weiter hilft, fĂŒr die Moral aber allemal von Bedeutung sein dĂŒrfte.

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