Es war der Tag an dem  die Spannung in die Bezirksliga Gruppe 5 zurück kehrte. Und es war der Tag des TUS Medeach. Im Kampf David gegen Goliath bezwang man Tabellenfürher Erndtebrück II dank einer Klasseleistung mit 2:1, und das am Ende sogar verdient.

Viel Zeit zum Einnehmen der Pl├Ątze gab es f├╝r die Fans diesmal nicht, denn der stark aufspielende┬áMarkus L├╝bbert brachte seine Farben bereits nach einer Minute mit einer Direktabnahme in F├╝hrung. Erndtebr├╝ck antwortete im Stile einer Klassemannschaft, Cebi ├╝berwand nur zwei Minuten sp├Ąter den machtlosen Keeper Christian Hast mit einem Lupfer. Die G├Ąste demonstrierten nun, warum sie an der Tabellenspitze stehen. Mit sicheren Ballstaffetten bestimmte man das Spiel, lie├č dabei allerdings die Durchschlagskraft vermissen, die es zu einem Erfolg ben├Âtigt. Das Fehlen von Marian Stuchlik (langwierige Verletzung) oder Enrico Ledda machte sich hier bemerkbar. Medebach hielt mit seinen Mitteln dagegen und lieferte dem Tabellenf├╝hrer einen tollen Kampf. Nach 25 Minuten hatte man Gl├╝ck, als ein Schuss von Folenweider knapp am Tor vorbeizischte. Auf der anderen Seite war es der b├Ąrenstarke Andre Ricken der sich von der 1:2 Niederlage des BVB in Berlin, wo er noch am Vorabend zu Gast war, gut erholt zeigte, dessen Kopfball nach einer Ecke das Ziel verfehlte. So wurden mit einem gerechten 1:1 die Seiten getauscht.

Nach dem Wechsel brachte Medebach Hendrik Stuhldreher ins Spiel. Der kam frisch aus dem Auto von einer Familienfeier und mischte die G├Ąsteabwehr erst einmal auf, die sich offensichtlich nicht auf ihn engestellt hatte. Vielleicht eine Folge davon, dass er im Hinspiel (wie ├╝brigens auch Peter Ricke) nicht dabei war. Stuhldreher spielte Ricke frei, so dass dieser alle Zeit der Welt hatte, um das 2:1 zu erzielen, aber letztendlich am gut reagierenden Schniegeler scheiterte. Wenig sp├Ąter machte es Hendrik Stuhldreher dann selber, als er mit einem unnachahmlichen Antritt frei vor Schniegeler auftauchte und wuchtig zum viel umjubelten 2:1 einschoss.

Erndtebr├╝ck konnte den Druck nicht erh├Âhen, denn der war sowieso schon sehr hoch, und kam mit seinen Versuchen meist nur bis zum Strafraum und selten hinein. Folge waren zwei Fernsch├╝sse, die Christian Hast parierte, und eine Rettungsaktion von Janis Schierok, der soeben noch kl├Ąren konnte.┬á Als dem Tabellenf├╝hrer die Zeit davon lief und dieser nun auch mit der ungewohnten Brechstange agierte, konnte man ahnen, dass die Sensation m├Âglich war. Medebach war jederzeit um Entlastung bem├╝ht, hielt bis zum Schluss dagegen und durfte dann nach 92 Minuten die Arme hoch rei├čen.

Bei Medebach war an diesem Tag kein Schwachpunkt zu erkennen.

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