Zum Hinrundenkehraus spielte der TUS Medebach gegen den TUS Antfeld das erste Mal in dieser Saison Unentschieden, beim 4:4 war im Hansestadion einiges los.

Medebach legte los wie die Feuerwehr. Bereits in der ersten Minute liefen Andre Ricken und Jens Fresen in einer 2 gegen 1-Situation aufs Antfelder Tor zu, verdaddelten aber den Ball. Wenig sp├Ąter vergab Christian L├╝bbert nach einer Ecke eine klare Kopfballchance. Medebach war zu diesem Zeitpunkt klar ├╝berlegen und musste wie aus dem nichts das 0:1 hinnehmen, vorausgegangen waren Abstimmungsschwierigkeiten im Defensivverbund. Medebach zeigte sich nur kur beeindruckt und ├╝bte weiter Druck aus. Gro├čchancen gab es im F├╝nfminutentakt. So h├Ątte Dennis Olmann treffen k├Ânnen, Mehmet Turan scheiterte am gut parierenden Willmes, Jan Vieweger hatte eine gute Schussgelegenheit und erneut Oltmann z├Âgerte vor dem Geh├Ąuse zu lang. Erst Christian L├╝bbert per Kopf fand nach einem Turan-Freisto├č den Weg ins Tor. Zehn Minuten vor der Halbzeit gelang dann sogar die verdiente F├╝hrung, als erneut ein Freisto├č an den langen Pfosten durchrutsche, und Jens Fresen beim 2:1 den Kopf hinhielt. Allerdings musste Medebach mit dem Pausenpfiff den Ausgleich hinnehmen, Bing├Âls Bogenlampe senkte sich zum 2:2 ins Tor.

Nach dem Wechsel wollte Medebach die F├╝hrung und lie├č erneut zahlreiche sogenannte „Hundertprozentige“ liegen. Zun├Ąchst scheiterte Andre Ricken freistehend an Willmes, den Abpraller setzte Mehmet Turan von der Elfmeterposition neben das Tor. Wenig sp├Ąter k├Âpfte Christian L├╝bbert freistehend am Tor vorbei. In der 55. Minute gingen die G├Ąste erneut in F├╝hrung, als Swartjes spekulierte und einen vermeintlich leichten Ball zum 2:3 ├╝ber die Linie dr├╝ckte. War die Messe schon gelesen, als Bing├Âl zehn Minuten sp├Ąter per Sonntagsschuss auf 2:4 erh├Âhte? Nein, Medebach antwortete mit w├╝tenden Angriffe. Andre Ricken verzog volley, Jan Viewegers Schuss sprang vom Innenpfosten wieder heraus, Tim Fresen fans seinen Meister in Willmes, und erneut Ricken per Kopf verfehlte aus aussichtsreicher Position. Erst der eingewechselte Michi Kuhnhenne konnte mit sch├Âner Einzelleistung auf 3:4 verk├╝rzen. Kuhnhenne war es auch, der in einer ├Ąhnlichen Situation freistehend am langen Eck vorbeischoss. In der 75. Minute fiel dann doch noch der ├╝berf├Ąllige Ausgleich, als erneut Jens Fresen den Ball ├╝ber die Linie stocherte. Antfeld hatte in dieser Phase zwei weitere Fernsch├╝sse zu verzeichnen,

Medebach blieb am Dr├╝cker, hatte den Namensvetter aus Antfeld jetzt auch l├Ąuferisch an der Belastungsgrenze. Trotzdem wollte der Siegtreffer nicht mehr fallen, obwohl Andre Ricken in der Nachspielzeit alleine auf Willmes zulief und diesen anschoss.

Unter dem Strich gleicherma├čen ein ereignisreiches Spiel, wie ein selten d├Ąmliches Unentschieden. Medebach hatte vorne Chancen f├╝r drei Spiele und leistete sich hinten Fehler, bei denen man sich die Haare raufen konnte. Ein besseres Beispiel kann man nicht liefern, wenn man einen Gegner stark machen will. Mit dem Unentschieden ist man auf Rang 4 zur├╝ckgefallen und muss nun zum R├╝ckrundenauftakt am kommenen Sonntag beim Tabellenzweiten in Z├╝schen antreten.

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