Also eins vorweg: Ein typisches 0:0 war das ganz bestimmt nicht. In einer von beiden Seiten mit Elan geführten Partie erreichte Medebach das zweite torlose Remis in Folge. Erlinghausen hatte die reifere Spielanlage, Medebach hatte den besseren Zug zum Tor, so lässt sich die Begegnung am treffendsten beschreiben. Das Spiel brauchte eine Zeit, um Fahrt aufzunehmen. Die Gäste waren um Spielkontrolle bemüht, Medebach versuchte es mit schnell vorgetragenen Kontern. Allerdings produzierten beide Seiten zunächst zu viele einfache Fehler, und so musste eine Standardsituation herhalten für die erste klare Gelegenheit, als Rosenkranz nach einem Eckball nicht richtig hinter den Ball kam. Auch die nächste Gelegenheit gehörte den Gästen, allerdings war man im Strafraum insgesamt zu verspielt, Busaccas Direktabnahme konnte sich allerdings sehen lassen.

Zehn Minuten vor der Halbzeit konnte sich Medebach befreien und hatte sofort ein ganz dickes Ding, als Peter Ricke sich durchtankte auf auf Markus Lübbert zurücklegte, dessen Abnahme von einem Feldspieler noch auf der Linie gerettet wurde. Medebach überspielte jetzt immer wieder geschickt die Viererkette, und nur eine Minute später rannte erneut Lübbert alleiin auf Gabrizada zu, zielte aber nicht genau genug. Drei Minuten vor der Halbzeit war es Peter Ricke, der durchgebrochen war, sich im entscheidenden Moment aber den Ball zu weit vorlegte. Und mit dem Halbzeitpfiff verpasste Markus Lübbert eine scharfe Hereingabe nur knapp und konnte sie nicht mehr kontrollieren.

Nach dem Wechsel hatte Medebach die stärkeste Phase, als erneut Markus Lübbert nach Busch-Patzer auf Gabrizada zulief, in diesem aber wieder seinen Meiser fand. Gleiches Schicksal ereilte nach einer Stunde Peter Ricke, auch hier hatte der RWE-Keeper die Fingerspitzen am Ball. Die Gäste blieben spielbestimmend, rückten aber sehr weit auf und liefen immer wieder in Konter. Erlinghausen hatte die beste Möglichkeit in der 65. Minute, als Daniel Berlinski per Doppelschlag vor Michael Padberg auftauchte, diesen aber aus spitzem Winkel zweimal anschoss. Im Verlauf scheiterte erneut Berlinski per Lupfer, Pech hatte Busacca zehn Minuten vor dem Ende, als er nur die Latte getroffen hatte, voraus gegangen war ein Querschläger.

Insgesamt ein Unentschieden der besseren Sorte, mit dem Medebach gut leben kann und das auch in Ordnung geht. Allein die vielen vergebenen Torchancen boten nach dem Spiel noch Diskussionsstoff.

Bei Medebach gefielen aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung Andre Ricken, der Roberto Busacca an der Kette hatte, Patrick Linn, der sich mit Daniel Berlinski ein packendes Duell lieferte, Christian Lübbert zunächst im Mittelfeld, später auf dem Libero, Torhüter Michael Padberg sowie Peter Ricke, der auch ohne den verdienten Torerfolg ein ständiger Unruheherd war. Eine gute Leistung muss man auch dem Schirigespann um Rene Teich bescheinigen, der die richtige Mischung zwischen Autorität und „Laufen lassen“ fand.

Bereits am Mittwoch tritt man um 19.30 Uhr in Bestwig an.

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