Im Spitzenspiel des Tabellenzweiten gegen den Tabellendritten gewann der TuS Medebach mit 5:3 gegen den VfB Marsberg. In der Schlussphase überschlugen sich die Ereignisse.

Der TuS Medebach hat nach dem Erfolg zumindest den zweiten Tabellenplatz fest in den Händen. Allerdings bekam man im Spiel gegen den VfB Marsberg in der erste Halbzeit überhaupt keinen Zugriff aufs Spiel. Marco Kraemer und Jan Kupitz konnten eine Halbzeit lang nach Belieben aufspielen, ohne auch nur annährungsweise daran gehindert zu werden. So in der vierten Minute, als Kupitz sich seelenruhig mit dem Ball drehen konnte und aus 20 Metern einschoss. Zwar gab Medebach nur zwei Minuten später mit dem Ausgleich durch ein Eigentor die richtige Antwort, trotzdem blieb Marsberg die tonangebende Mannschaft. Mit gutem Kombinationsspiel und hohem Pressing stellte man Medebach vor Probleme, die man zunächst nicht lösen konnte. Selbst in einer Phase, als der Sturm mit Schnee und Hagel durchs Hansestadion pfiff, bekam Medebach keinen Torabschluss zustande. Als sich das Wetter wieder beruhigt hatte, hatte der gesundheitlich angeschlagene Andre Ricken die dicke Chance zur Führung, traf das Tor aber aus kurzer Distanz nicht. Besser machte es der VfB, der schon vorher ein paar Möglichkeiten ungenutzt ließ, nach einer guten halben Stunde durch Marco Kraemer. Der tanzte die Medebacher Abwehr aus und traf zur erneuten Gästeführung. Medebach musste sich schütteln und kam noch vor dem Seitenwechsel nach einem Eckball zum 2:2, als Christian Kuhnhenne der Ball vor die Füße fiel und der TuS-Youngster den Ball unter die Latte hämmerte.

Nach der Pause zeigte sich ein anderes Bild. Obwohl die Gäste jetzt Rückenwind hatten, zogen sie sich in die eigene Hälfte zurück und setzten nur noch auf Konter. Damit gab der VfB das Spiel aus der Hand, Medebach fand so endlich ins Spiel und hatte jetzt deutlich mehr Ballbesitz. Auch ein paar gute Torchancen sprangen dabei heraus, so beispielsweise bei Fernschüssen von Artjom Siebert und Michi Kuhnhenne. Trotzdem war es Marsberg, dass den nächsten Treffer erzielte. Jan Kupitz konnte ungehindert im Abwehrzentrum agieren und bedankte sich artig mit seinem dritten Treffer. Medebach gab sich allerdings nicht auf und hatte zwei gute Kopfballchancen durch Patric Hundertpfund, wobei ein Ball an der Querlatte landete. Aber auch Marsberg hätte den Sack zumachen können, als Runte frei vor Dominik Lefarth das Lattenkreuz anvisierte.

Und dann kam die verrückteste Schlussphase im Hansestadion seit dem 3:3 im Jahre 1997 gegen den TuS Warstein. Zunächst einmal meinte der Wettergott, die Turbine nochmals anstellen zu müssen, wieder wehte es eisig über den Platz. Vier Minuten vor dem Ende hatte Niklaas Westermann die Nase voll und trat das Leder aus 25 Metern gegen den Wind fulminant genau in den Torwinkel. Jetzt wollte Medebach mehr und Marsberg tat dem TuS den Gefallen, Frank Schnellen, obwohl er mit dem Rücken zum Tor stand, im Strafraum mit einer wüsten Grätsche von den Beinen zu holen, der Elfmeter war mehr als berechtigt. Niklaas Westermann legte sich die Kugel zurecht, ignorierte erneut den Gegenwind und traf sicher zum 4:3. In der dreiminütigen Nachspielzeit warf Marsberg alles nach vorne, Medebach nutzte den Raum für einen Konter und erhöhte in der 93. Minute durch Michi Kuhnhenne auf 5:3, das Spiel wurde nicht mehr angepfiffen.

Ein dramatisches Spiel fand einen  für Medebach glücklichen Ausgang, das hätte auch in die Hose gehen können. Wenn es auch im taktischen, spielerischen und einigen anderen Bereichen an vielem mangelte, so stimmte zumindest eines: die Moral.

Somit bleibt man punktgleich mit dem Tabellenführer und muss jetzt am 1. Mai um 15 Uhr in Rösenbeck bei der SG Thülen/Rösenbeck/Nehden antreten.

Auch die U23 war erfolgreich: Durch ein 3:1 in Liesen gegen die Reserve des FC Nuhnetal konnte man im Abstiegskampf weitere wichtige Zähler einsammeln. Enno Schmiedeler (Elfmeter), Erik Schmiedeler und Tobias Sauerhöfer steuerten die Treffer bei.

Bereits am Freitagabend siegte die Dritte mit 3:0 gegen Altastenberg (Tore: Viktor Scheck, Sascha Wilenski und Ahmad Kalaa).

Medebachs Damen siegen durch Tore von Lena Rabe und Katharina Hellwig mit 2:0 gegen die SG Nuhnetal-Züschen und machten dabei weiteren Boden in der Tabelle gut.

Positiv auch unsere U32, die im Viertelfinale gegen den FC Bruchhausen/Elleringhausen antreten musste. Durch einen Sonntagsschuss von Dominik Müller genau in den Torwinkel siegte man in einer ausgeglichenen Partie denkbar knapp mit 1:0.

Lediglich die U19 kam mit einer 1:2 Niederlage im Gepäck aus Fredeburg zurück, Jannik Kösters Führungstreffer reichte bei der JSG Fredeburg/Gleidorf/Holthausen am Ende nicht (1:2)

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