Mit einer fulminanten Schlussphase sicherte sich die 1. Mannschaft den Dreier in Züschen. Der darf auf Grund des Spielverlaufs allerdings als glücklich eingestuft werden.

Das Spiel war geprägt von einem stürmischen Wind, der erst einmal dafür sorgte, dass die SG Winterberg/Züschen in Hälfte 1 mehr vom Spiel hatte. Medebach kam mit den Begebenheiten überhaupt nicht zurecht und produzierte Fehlpässe am Fließband. Winterberg konnte bis zur Halbzeitpause ein deutliches Chancenplus verbuchen, hatte allerdings zu wening Zielwasser getrunken bzw. fand in Keeper Dominik Lefarth, der mehrfach gut reagierte, seinen Meister. Dass Medebach nach 35 Minuten dann in Führung ging, war kennzeichnend für die Begegnung, denn den Treffer brachte man nicht selber zustande, sondern benötigte dazu die gütige Mithilfe von Biskoping, der Keeper Engemann mit einem Eigentor verlud. Fünf Minuten vor der Pause egalisierte der mutterseelenallein stehende Steinhausen per Kopf zum 1:1.

Dachte man, dass Medebach mit Windunterstützung nun das Zepter übernehmen würde, sah man sich getäuscht. Die SG machte es deutlich besser gegen den Wind als der TuS und blieb zunächst spielbestimmend. Nach einer Stunde stand Abu Affan komplett blank am Fünfmeterraum und verwertete eine Hereingabe volley zum 2:1. Pech hatte in der Folge zweimal Michael Kuhnhenne, der zunächst das Außennetz und wenig später mit einer Direktabnahme die Unterkangae der Latte traf. Medebach nahm einige taktische Umstellungen vor, trotzdem schien die Messe gelesen, als Schmidt wiederum freistehend per Kopf das 3:1 erzielte, nur noch 13 Minuten waren zu diesem Zeitpunkt zu spielen. Winterberg/Züschen, das bis dahin sehr kompakt gespielt hatte, schien das Spiel jetzt abgehakt zu haben und offenbarte Räume, die Medebach bis dahin nicht gehabt hatte. Der eingewechselte Frank Schnellen nutzte das und erzielte nur eine Minute nach dem 1:3 den Anschlusstreffer aus spitzem Winkel. Medebach schnupperte noch einmal Morgenluft, während bei der SG die Köpfe jetzt nach unten gingen. In der 86. Minute traf Hendrik Stuhldreher per Flugkopfball zum 3:3, in der 89. Minute erzielte Andre Ricken mit einem Direktschuss in den Winkel sogar das 3:4 und damit den nicht mehr erwarteten Siegtreffer.

In der Boxersprache könnte man von einem „lucky punch“ sprechen, der Medebach diesen Sieg bescherte. Allerdings sollte man bis zum nächsten Auswärtsspiel bei Azadi Spor Brilon (Samstag, 16.15 Uhr) von Anfang an in allen Belangen wieder zulegen, um weiter zu punkten, und sich nicht darauf verlassen, dass „ein Spiel 90 Minuten dauert“. Mit dem 3:4 egalisierte man jedenfalls das Pokalaus von vor wenigen Wochen, und das mit demselben Ergebnis.

Medebachs U23musste sich dem Marsberger Reserve mit 0:2 geschlagen geben, die davon profitierte, dass das Spiel der Ersten in Dreislar/Hesborn ausfiel und so einige Kicker in der Reserve einsetzen konnte. Medebachs Dritte setzte sich mit 6:1 gegen die Hilletaler Reserve durch, die Damenmannschaft unterlag in Alme mit 0:1.

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