Nach langen Jahren ohne Sieg konnte der TuS Medebach das Derby in Oberschledorn endlich wieder einmal gewinnen und behielt mit 2:1 die Oberhand.

Zwei Serien standen auf dem Spiel, nur eine sollte am Ende Bestand behalten. Beide Mannschaften hatten lange Zeit nicht mehr verloren, Oberschledorn 12 Mal und Medebach sogar 16 Mal in Folge. In der ersten HĂ€lfte entwickelte sich ein offenes Spiel, in dem beide Mannschaften ihre Chancen hatten. ZunĂ€chst lief Michi Kuhnhenne allein auf Dominik Gerbracht zu, verzog aber freistehend. Auf der Gegenseite verfehlte ein Kopfball von Dennis HĂ€nsch das Ziel, ehe erneut Michi Kuhnhenne zum Duell mit Gerbracht antrat, der den Schuss an den Pfosten lenkte. Wenig spĂ€ter tauchte Christian LĂŒbbert vor Gerbracht auf, Gerbracht reagierte großartig und parierte aus kurzer Distanz. Nach einer halben Stunde dann die FĂŒhrung fĂŒr die Fusionself, als Hölscher nach einer Standardsituation der Ball vor die FĂŒĂŸe fiel und Dominik Lefarth keine Chance hatte. Noch vor dem Wechsel lief Sven Schneider auf Lefarth zu, verzog aber aus spitzem Winkel. Insgesamt war es bis zur Halbzeit eine Begegnung, in dem Oberschledorn/Grafschaft sein Spiel besser durchbrachte als der TuS Medebach, der auf dem harten Untergrund sein gewohnt sicheres Kombinationsspiel nicht aufziehen konnte und sich folglich vielen langen BĂ€llen, Kontern und Kopfballduellen ausgesetzt sah. Allerdings benötigte man auch viel zu lange beim Spiel in die Spitze und lief dadurch immer wieder unnötigerweise in die Abseitsfalle.

Nach dem Wechsel drĂŒckte Medebach auf den Ausgleich und hatte Pech, dass Hendrik Stuhldrehers Kopfball von der Latte an den Pfosten sprang, erst danach griff die Abseitsregel. Nach knapp einer Stunde löste man die Viererkette auf und brachte mit Frank Schnellen und Andre Ricken zwei frische KrĂ€fte. Nur zwei Minuten spĂ€ter machte sich die Maßnahme bezahlt, als Jan Vieweger der Abwehr enteilte und sein Schuss vom Innenpfosten zum 1:1 ins Netz trudelte. Medebach hatte in der Schlussphase lĂ€uferisch mehr zuzusetzen und wurde am Ende belohnt. Patric Hundertpfund konnte sich auf der Außenbahn durchsetzen, Hendrik Stuhldreher verarbeitete den Ball gekonnt und schoss aus kurzer Distanz zum 1:2 ein. Wenig spĂ€ter ließ Michi Kuhnhenne einen Konter liegen, der die endgĂŒltige Entscheidung bedeutet hĂ€tte und so wurde es in der Schlussminute nochmal dramatisch. Dennis HĂ€nsch kam freistehend am FĂŒnfmeterraum zum Abschluss, da der Ball aber auf dem holprigen Boden versprang, landete die Kugel vom Knie des Angreifers in den Armen von Dominik Lefarth. Wenig spĂ€ter war Schluss, Medebach hatte das Derby am Ende auf Grund der zweiten HĂ€lfte und der insgesamt höheren Chancenanzahl verdient, wenn auch mit dem nötigen GlĂŒck mit 2:1 gewonnen.

Ein spannendes Spiel fĂŒr die circa 300 Zuschauer, das auch abwechslungsreich war. Von der Viererkette zur Dreierkette und zurĂŒck, das Ganze bei wechselndem Personal, Medebach bewies, dass es fĂŒr solche Spiele gerĂŒstet ist. Weiter geht es nĂ€chste Woche mit dem Heimspiel gegen den VfL Giershagen, der mit dem 9:0 gegen den FC Dreislar aufhorchen ließ.

Medebachs U19 verlor das zweite Entscheidungsspiel beim SSV Meschede mit 2:1 und muss im nÀchsten Jahr einen neuen Anfang in der Kreisliga A nehmen. Die Damen gewannen Ihr Spiel mit 4:1 gegen den TV Fredeburg.

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