Der TuS Medebach musste sich dem VfL Bad Berleburg durch zwei späte Tore mit 1:4 geschlagen geben, lag aber lange im Bereich eines möglichen und nicht unverdienten Punktgewinns.

Die Auftaktphase gehörte dem Tabellenführer, der bereits in der 6. Minute in Führung ging und wenig später sogar nach einer scharfen Hereingabe fast das 2:0 nachgelegt hätte. Medebach kam nach diesem Wachmacher besser zurecht und lieferte dem VfL, der optisch leicht überlegen war, durch schnell vorgetragenen Konter einen Fight mit offenem Visier. Nach zwanzig Minuten konnte man offensiv zum ersten Mal richtig in Erscheinung treten, als Hendrik Stuhldrehers Kopfball vom Innenpfosten wieder zurück ins Spielfeld sprang, auch Patric Hundertpfund, der sich den Abpraller ergatterte, hatte Pech, dass sein Kopfball auf der Linie gerettet wurde. Auf der Gegenseite landete eine Direktabnahme in den Armen von Torhüter Dominik Lefarth. Die Viertelstunde vor dem Halbzeitpfiff gehörte dann klar dem TuS Medebach. Hier landete ein Kopfball von Patric Hundertpfund am Querbalken, auch Tobias Panek hatte eine gute Einschussgelegenheit, verzog aber. Hendrik Stuhldreher nahm eine Flanke traumhaft herunter, drosch das Leder dann aber aus acht Metern über den Querbalken. Zur Pause blieb es also beim 0:1, ein Unentschieden wäre gerecht, auf Grund der Chancen vor der Halbzeit auch eine Führung möglich gewesen.

Nach dem Wechsel hatte Medebach erneut die erste Gelegenheit, als Patric Hundertpfund dem Gästekeeper aus kurzer Distanz in die Arme köpfte. Medebach konnte den Druck allerdings nicht aufrecht erhalten, und Bad Berleburg sicherte sich jetzt wieder deutlich mehr Spielanteile. Der TuS hatte Glück, dass die Pfeife des guten Schiedsrichters nach einem Foul im Strafraum stumm blieb, man hätte auch auf Strafstoß entscheiden können. Nach einer guten Stunde fiel das 2:0, hier wirkte Medebach unsortiert. Trotzdem gab man sich nicht auf, Michi Kuhnhenne gelang fünf Minuten vor dem Ende der Anschlusstreffer. In der Hoffnung auf einen Punkt wollte Medebach zu viel, der VfL reagierte im Stile einer Klassemannschaft und stellte nur eine Minute nach dem 2:1 den alten Abstand wieder her. In der Nachspielzeit fiel dann sogar noch das 1:4.

Unter dem Strich eine couragierte Leistung des TuS Medebach. Lediglich in der Anfangsphase merkte man den Respekt vorm Spitzenreiter, vorwerfen muss man sich lediglich die mangelnde Chancenverwertung.

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