In einem packenden Pokalspiel musste sich der TuS Medebach dem FC Nuhnetal erst im Elfmeterschießen geschlagen geben. Es war wieder ein Spektakel, das den 200 Zuschauern auf dem Kunstrasenplatz geboten wurde. Medebach ging in der ersten Halbzeit frĂŒh durch einen leicht abgefĂ€lschten Schuss vom gut aufgelegten Jan Vieweger in FĂŒhrung. Medebach hatte in der ersten HĂ€lfte mehr Spielanteile, sah aber zu Seitenwechsel trotzdem fast wie der sichere Verlierer aus. Grund dafĂŒr war, das man sich auskontern ließ, und bei Standardsituationen alles andere als einen guten Eindruck machte. Nach einem gut vorgetragenen Angriff des FC konnte Andre Winter zum Ausgleich einschieben, derselbe Akteur konnte mit zwei KopfbĂ€llen ungehindert auf 1:3 stellen und damit seinen lupenreien Hattrick perfekt machen.

Nach dem Wechsel prĂ€sentierte sich Medebach deutlich wachsamer und machte Druck. Folge war zunĂ€chst das 2:3 durch einen Kopfball von Andre Ricken nach schöner Flanke von Jan Vieweger. Wenig spĂ€ter hieß es sogar 3:3, als der gerade eingewechselte Erik Schmiedeler erneut Ricken vor den Allerwertesten schoss, von wo aus der Ball ins Netz trudelte. Beide Mannschaften konnten bis zum Ende der regulĂ€ren Spielzeit keinen weiteren Treffer verbuchen, also gab es 30 Minuten dazu.

In der VerlĂ€ngerung war Medebach erneut die spielbestimmende Mannschaft, nach fĂŒnf Minuten bediente Mehmet Turan Jan Vieweger, der mit einem trockenen Rechtsschuss Medebach wieder in FĂŒhrung brachte. Nuhnetal warf jetzt alles nach vorne, Medebach gab die BĂ€lle zu schnell wieder her und spielte die Konter nicht zu Ende. So fiel vier Minuten vor dem Schlusspfiff der erneute Ausgleich nach einem Kopfball von Sascha Bleich, wenig spĂ€ter ging es ins Elfmeterschießen.

Von den ersten fĂŒnf SchĂŒtzen konnten Tim Fresen, Christian LĂŒbbert, Andre Ricken und Mehmet Turan verwandeltn, wĂ€hrend Hendrik Wienand mit dem vierten Elfer nur den Querbalken traf. Da auch Nuhnetal einmal ĂŒber das Tor geschossen hatte, stand es 8:8. Erneut ging es in die VerlĂ€ngerung, hier zielte Michael Kuhnhenne zu genau und traf den Pfosten, wĂ€hrend die GĂ€ste vorher verwandelt hatten und ihren Sieg bejubeln durften.

Unter dem Strich ein torreiches typisches Pokalspiel, in dem beide Mannschaften auf Sieg spielten, und das am Ende erst mit der Elferlotterie entschieden wurde. Insbesondere auf der zweiten Halbzeit kann Medebach fĂŒr die nĂ€chsten Spiele aufbauen. Weiter geht es am Sonntag bei RW Lennestadt-GrevenbrĂŒck.

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