Nach elf Spielen ohne Niederlage, davon zehn Siegen, musste sich der TUS Medebach wieder mal geschlagen geben. Gegen die SG AltenbĂŒren/Scharfenberg unterlag man auf eigenem GelĂ€uf mit 2:3. Ausschlaggebend war eine verschlafene Anfangsphase, bereits nach 19 Minuten fĂŒhrten die GĂ€ste durch einen LĂŒbke-Hattrick mit 3:0. Bereits nach zwei Minuten schlug es zum ersten Mal im Medebacher GehĂ€use ein, als LĂŒbke mit einem leicht abgefĂ€lschen Sonntagsschuss genau den Winkel traf, weder zwischen Pfosten und Ball, noch zwischen Latte und Ball passte dabei ein Löschblatt. Zwei Minuten spĂ€ter hatte Michi Kuhnhenne den Ausgleich auf dem Fuß, traf aber freistehend vor dem Tor den Ball nicht richtig. Nach acht Minuten fiel das 0:2, ein abgefĂ€lschter Schuss fand unhaltbar den Weg ins kurze Eck, voraus gegangen war ein unnötiger Ballverlust im Mittelfeld. Als LĂŒbke dann sogar auf 0:3 stellte, wieder war ein unnötiger Ballverlust ausschlaggebend, war klar, dass es fĂŒr Medebach sehr schwer werden dĂŒrfte. Und so brachte man in der Folgezeit sein Spiel nicht durch und wirkte angeschlagen, erst in den zehn Minuten vor der Halbzeit konnte man Druck ausĂŒben. In dieser Phase traf Jan Vieweger den Querbalken, Schmitz war mit den Fingern noch am Ball. Kurz vor der Halbzeit fiel dann doch noch der Anschlusstreffer per Elfmeter, den Andre Ricken sicher verwandelte. Voraus gegangen war ein Foul an Jens Fresen, der nach einem Lattentreffer den Ball einköpfen wollte, aber dabei ins Tor gestoßen wurde.

In der zweiten Halbzeit tat sich Medebach weite schwer gegen tief stehende und aggressiv verteidigende GĂ€ste. Man hatte zwar mehr Spielanteile, konnte aber zu wenig Durchschlagskraft entwickeln, obwohl man jetzt mit zwei StĂŒrmern und zwei Zehnern agierte. Die SG blieb durch Konter gefĂ€hrlich. Zehn Minuten vor dem Ende gab es erneut Elfmeter, diesmal war Andre Ricken gefoult worden. Der Gefoulte schoss selber und verwandelte sicher zum 2:3. NatĂŒrlich keimte noch einmal Hoffnung auf, Erik Schmiedeler hĂ€tte den Ausgleich erzielen können, aber Schmitz parierte glĂ€nzend. Auf der anderen Seite konnte sich Dominik Lefarth gegen den durchgegrochenen LĂŒbke auszeichnen.

Am Ende blieb es bei der auf Grund der ersten Halbzeit verdienten Niederlage. In den folgenden Spielen wird man wieder zulegen mĂŒssen, um den Platz an der Sonne zu verteidigen.

Die Tabelle wurde unterdessen durch das dreimalige Nichtantreten der SG Grafschaft ordentlich durchgemischt, da jetzt alle Spiele der SG nicht gewertet wurden. Medebach gehen dadurch 6 ZĂ€hler und 14:1 Tore verloren. Im oberen Bereich konnten Brilon, Obermarsberg und AltenbĂŒren/Scharfenberg von dem RĂŒckzug profitieren, die allesamt Punkte gegen Grafschaft verloren hatte. Das Spitzentrio hatte seine Spiele gegen Grafschaft, das jetzt als erster Absteiger feststeht, gewonnen. Das Regelwerk sagt, dass bei dreimaligem Nichtantreten vor dem fĂŒnftletzten Spieltag alle Spiele nicht gewertet werden. HĂ€tte Grafschaft einen Spieltag spĂ€ter (das wĂ€re der fĂŒnftletzte gewesen) zurĂŒck gezogen, wĂ€ren die gespielten Begegnungen in der Wertung geblieben.

Bereits am kommenden Sonntag steht das nÀchste Heimspiel an, Gegner ist die SG Siedlinghausen/Silbach/Elpe, die mit dem neuen Trainer Andreas Schulte ins Hansestadion kommt.

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