Eine bittere 2:4 Niederlage gabs fĂŒr Medebach in Hesborn. Dabei kamen die Zuschauer in allen Bereichen auf ihre Kosten. Vor dem Spiel musste man noch kurzfristig auf Philipp Schwierske, Christian Hast und Tobias Huneck verzichten.

Zum Spiel:Gleich zu Beginn entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, wobei Hesborn die klareren Möglichkeiten besaß. Die quirligen Angreifer Dennis HĂ€nsch und Marco Temme stellten die Medebacher Abwehr immer wieder vor Probleme und waren ĂŒber 90 Minuten nicht in den Griff zu kriegen. So rutschte HĂ€nsch am 2. Pfosten knapp am Ball vorbei, Temme scheiterte am TorhĂŒter Christoph Papenheim oder schoss vorbei. Auf Medebacher Seite lief Jan Vieweger allein auf das Hesborner Tor und scheiterte knapp. Andre Ricken stand in dieser Situation frei zum Einschuss, wurde aber ĂŒbersehen. Nach einer Ecke erzielte dann Artjom Siebert mit dem Kopf den etwas ĂŒberraschenden FĂŒhrungstreffer fĂŒr Medebach. Es entwickelte sich ein packendes Spiel mit vielen ZweikĂ€mpfen, die Hesborn aggressiver anging. Dann passierte eine entscheidende Spielszene. Andre Ricken wurde im GĂ€stestrafraum angespielt und liess drei Gegner stehen. Als er gerade zum Torschuss ausholen wollte, wurde er von Steffen Guntermann umgetreten.Strafstoss dachten alle, da man den Tritt in Medelon gehört haben muss. Einer war da anderer Meinung. Der Schiedsrichter entschied auf Schwalbe und zeigte Ricken den gelben Karton. Die richtige Entscheidung wĂ€re ein Elfer und die gelb-rote Karte fĂŒr Guntermann (war bereits mit gelb verwarnt) gewesen. UnverstĂ€ndnis. Das Spiel wurde mit zunehmender Zeit ruppiger. Nach gut einer halben Stunden schickte Vieweger Markus LĂŒbbert auf die Reise, der den Ball aus 20 Meter ĂŒber den Torwart hob. 2:0. Kurz vor der Pause kam Hesborn nach einem direkt verwandelten Freistoss aus dem Halbfeld von Guntermann zum Anschlusstreffer.

Kurz nach der Pause kam Hesborn zum Ausgleich. Wieder Steffen Guntermann, der nur bei Standards auffiel, traf vom Elfmeterpunkt. Das Spiel war weiter völlig offen und die Stimmung auf dem Platz immer hitziger. Als dann noch HĂ€nsch zur FĂŒhrung traf, gab es fĂŒr die Hesborner Zuschauer kein halten mehr. Die einmal mehr nicht sattelfeste Abwehr unterlief einen langen Ball und HĂ€nsch stand frei vor dem Tus-Tor. In der Folge war Medebach bemĂŒht ohne aber wirklich Zug zum Tor zu entwickeln. 15 Minuten vor dem Ende sah ein Hesborner Spieler die Ampelkarte. Medebach wirkte allerdings mĂŒde und konnte nicht mehr entscheidend zulegen. Stattdessen machte HĂ€nsch nach einem Konter den Sack zu.

Fazit: Medebach ist noch lange nicht in der Klasse angekommen und verlor verdient. Nach den ganzen PersonalverĂ€nderungen ist noch vieles StĂŒckwerk und man wirkt unorganisiert. Zudem muss sich die Medebacher Mannschaft den Vorwurf gefallen lassen, nicht genug investiert und dagegen gehalten zu haben. Zum Schluss ergab man sich seinem Schicksal. Hesborn siegte verdient auch aufgrund einer grĂ¶ĂŸeren Portion Leidenschaft und AgressivitĂ€t. Allerdings muss man sich auch fragen, ob es notwendig ist, Schiedsrichterfehlentscheidung noch zu beklatschen. Der Schiedsrichter hatte ebenfalls nicht seinen besten Tag. Ein ansonsten faires Spiel wusste er des öfteren durch Fehlentscheidungen zu beeinflussen (auf beiden Seiten). Naja. Medebach muss nun schnellstens die Fehler aufarbeiten und den Hebel umlegen. Viel Zeit bleibt dafĂŒr nicht. Bereits am Dienstag steht die nĂ€chste Pokalrunde beim Ligakonkurrenten aus ZĂŒschen an (Anstoss:19.00 Uhr).

 

Aufstellung: Papenheim, – Hellwig, Chr. LĂŒbbert, Neuss (R. Huneck),- Siebert, Kaiser (Schwierske), Fresen,Köster, M.LĂŒbbert, – Ricken, Vieweger

 

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