Der Tus konnte auch beim beim Tabellennachbarn Kückelheim/Salwey nichts Zählbares holen. Das Spiel begann mit einer Verspätung von 40 Minuten, da erst ein Ersatzschiedsrichter angefordert werden musste. Der angesetzte Schiedsrichter war mit seinem PKW liegen geblieben.

Medebach begann gut und setzte den Gegner unter Druck. So hatte man in der Anfangsphase 3 gute Einschußmöglichkeiten durch Michael Hasenauer und Markus Lübbert. Die jeweiligen Schüsse wurden von Keeper Heite gut pariert. Medebach stand eng an den Leuten, störte bereits früh und hätte den Führungstreffer zu diesem Zeitpunkt verdient gehabt. Nach gut einer halben Stunde dann fiel wie aus dem nichts der Führungstreffer für Kückelheim. Eine Hereingabe von Franke rollte durch den Medebacher Strafraum und wurde zur Führung versenkt. Mit dem Gegentor ging auch die Medebacher Ordnung verloren. Das Spiel plätscherte fortan in die Halbzeit ohne dass es vorher noch nennenswerte Aktionen gegeben hatte. Das sollte sich in der zweiten Halbzeit gravierend ändern.

Medebach musste bereits in der Pause Andre Ricken verletzungsbedingt auswechseln, zudem waren zwei Spieler angeschlagen. Medebach versuchte den Ausgleich zu erzielen, konnte sich aber keine zwingenden Chancen herausspielen. So war es Kückelheim, die immer mehr das Spiel an sich rissen. Im Laufe des Spiels wurde es auch immer ruppiger und mehrere Fouls beeinflussten den Spielfluss. An dieser Stelle vergaß der Schiedsrichter mal eine gelbe Karte für Fouls zu zücken. Medebach verlor mehr und mehr den Faden. Die Unzufriedenheit machte in der Medebacher Mannschaft die Runde. So war es Jan Vieweger, der nach einem Foul die gelbe Karte sah und die Entscheidung des Schiedsrichters beklatschte. Die berechtigte gelb-rote Karte war die Folge. Die Situationen wurden immer emotionaler. Die Gastgeber hatten nun mehr Räume und kurz darauf fiel das 2:0. Kückelheim spielte leidenschaftlicher und engagierter, ohne aber wirklich zu überzeugen. Medebach versuchte daraufhin noch den Anschlusstreffer zu erzielen. So hatte Hasenauer die Chance zum Anschlusstor, wurde aber abgeblockt. In diesem Zweikampf um den Ball wurde Hasenauer von hinten getreten. Dieser ließ sich allerdings zu einem Revanche-Tritt an dem am Boden liegenden Gegenspieler hinreißen. Die Folge war die rote Karte. Die Entscheidung des Schiedsrichters war korrekt. Allerdings hätte der Kückelheimer Abwehrspieler ebenfalls des Feldes verwiesen werden müssen. Medebach war fortan nur noch zu neunt und besann sich auf Schadensbegrenzung. Kückelheim hätte noch zwei Treffer nachlegen können, Carsten Franke vergab allerdings diese Möglichkeiten. So kamen die Gastgeber noch zum dritten Treffer in den Schlussminuten.

Fazit: Modelbuch wartet weiter auf ein Erfolgserlebnis, hatte dieses gestern schlussendlich auch nicht verdient. Den Faden und die Disziplin hatte man nach dem ersten Gegentor völlig verloren. Erst in Unterzahl(!!) kam man wieder besser ins Spiel. Kückelheim landete einen verdienten Sieg und tun die drei Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sicherlich gut. An dieser Stelle noch zwei Anmerkungen zu Personen. Der Schiedsrichter hatte in vielen Situationen (z.B. nicht gegebene rote Karte) nicht seinen allerbesten Tag und ließ zu viel durchgehen. Zudem war Kückelheims Trainer Klur 90 Minuten darauf aus, mit diversem Rein-rufen und Kommentaren Einfluss auf das Spiel zu nehmen. Das können aber alles keine Erklärungen für den undisziplinierten Auftritt in der zweiten Halbzeit sein.

Aufstellung: Padberg, – Riedel (Schierok), Chr. Lübbert, Ricken (Bröhland), – Huneck, Linn, Müller, Kaiser (Siebert), Vieweger, – Hasenauer, M.Lübbert

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