Der Tus verlor am Sonntag das Kellerduell gegen Dorlar/Sellinghausen verdient mit 0:1. Die Mannschaft präsentierte sich in einer desolaten Verfassung und ließ jeglichen Willen vermissen. Bereits nach 5 Minuten trudelte ein Freistoss ohne Beachtung der Medebacher Hintermannschaft durch den Fünfer ins Toraus. Medebach hatte insbesondere Probleme das Spiel nach Vorne zu tragen und viele Ballverluste im Spielaufbau. Je länger das Spiel dauerte, so mehr baute man den Gegner auf, der eine Woche zuvor noch 0:7 verloren hatte. Medebach hatte wohl gedacht, dass das Spiel schon gewonnen war. Stattdessen war Dorlar die aggressivere Mannschaft und störte Medebach schon früh. Die beste Phase hatte Medebach kurz vor der Pause, als Andre Bröhland und Markus Lübbert die Chance zur Führung hatten. Auf der anderen Seite war Dorlar stets durch Sturmführer Schauerte gefährlich, der sehr gut die Bälle hielt.

Die Standpauke in der Medebacher Kabine von Trainer Lars Gerloff und das erhoffte Aufbäumen verpuffte schnell. In der 47. Minute hatte Markus Lübbert die große Chance zum 1:0. Einen Schuss von Jens Fresen konnte der Torhüter nicht festhalten. Der Abpraller wurde kläglich vergeben. Danach das gleiche Spiel. Medebach wollte das Spiel spielerisch aufzuziehen und ging den Zweikämpfen aus dem Weg. Chancen waren in dieser Phase auf Medebacher Sache Magelware. Dorlar indes verlargerte sein Spiel aufs Kontern und war auch in der 60. Minute erfolgreich, 0:1. Die Chance zum Ausgleich hatte kurz vor Schluss noch Torhüter (!!!) Michael Padberg mit einem Kopfball, der auf der Linie geklärt wurde. Dorlar hätte aber bis zu diesem Zeitpunkt den Sack zu machen können, wenn sie die Konter konsequenter abgeschlossen hätten.

Fazit: Medebach hat es wieder einmal nicht geschafft einen wichtigen Dreier einzufahren. Die Einstellung, Laufbereitschaft und der Einsatz fehlte an diesem Tag in allen Bereichen. Dorlar zeigte welche Tugenden im Abstiegskampf gefordert sind und ging verdient als Sieger vom Platz. Mit dieser Leistung und hat Medebach auch nichts in der Bezirksliga zu suchen. Der Abstand zum rettenden Ufer beträgt nun wieder 6 Punkte.

Aufstellung: Padberg, – Müller (Neuss), Chr. Lübbert, Schierok, – Linn, Siebert (Schmiedeler), Fresen (Kaiser), Huneck, Vieweger, – Bröhland, M. Lübbert

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