Der TUS Medebach präsentierte sich gegen den TUS Müschede stark verbessert und schrammte knapp am verdienten Punkt vorbei. Wesentlich mehr Ordnung, wesentlich mehr taktische Disziplin, wesentlich mehr Zug zum Tor – all das reichte dann doch nicht, da man die mangelnde Chancenverwertung, die sich bislang wie ein roter Faden durch die Saison zieht, nicht abstellen konnte. Die Partie begann mit drei guten Gelegenheiten für Medebach. Zunächst scheiterte der durchgebrochene Stürmer Peter Ricke an Keeper Kellermann, Christain Lübbert kam einen Schritt zu spät. Wenig später war es der gut auftelegte Artjom Siebert, der einmal an Kellermann scheiterte und wenig später mit einem Lupfer das Tor verfehlte. Jetzt übernahm der TUS Müschede die Begegnung, Michael Padberg konnte sich bei einem Fernschuss auszeichnen. Wenig später konnte Christian Lübbert einen Schuss so eben noch von der Linie kratzen.Zur Pause stand es leistungsgerecht 0:0.

Nach dem Wechsel hatte Müschede weiter die größeren Spielanteile, Medebach hielt mit Kontern dagegen und blieb gefährlich. Um die 60. Minute hatte Medebach die stärkste Phase. Zunächst verpasste Andre Hülsmann eine Hereingabe von Peter Ricke um eine Schuhspitze, wenig später dann wohl die spielentscheidende Szene, als Daniel Köster aus 4 Metern über das Tor schoss. Es deutete sich an, dass die Mannschaft, die das erste Tor erzielet, auch als Sieger vom Platz gehen würde. Das war aus Medebacher Sicht leider der TUS Müschede, der nach 75 Minuten durch einen schönen Kopfball des gerade eingewechselten Hommel in Front ging. Medebach warf noch einmal alles nach vorne, ein Kopfball von Christian Lübbert wurde von der Linie geschlagen, und Andre Hülsmann zielte ebenfall per Kopf nicht genau genug. In dieser Phase hatte Müschede sehr gute Chancen zum 2:0, so bei einer Volleyabnahme durch Catalano. Als Medebach alles riskierte und auch noch den Libero auflöste, fiel in der Schlussminute der zweite Müscheder Treffer.

Fazit: Medebach sollte sich in den nächsten Begegnungen seiner Tugenden besinnen, dann scheint der erste Dreier möglich zu sein. Artjom Siebert zeigte eine starke Partie, Marcel Kaiser konnte als Libero überzeugen. Wichtig war aber sicherlich, dass die Mannschaft sich nach der Schlappe in Brilon als Einheit präsentierte.

Das nächste Spiel findet bereits am kommenden Samstag um 17 Uhr in Cobbenrode statt.

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