Der TUS Medebach konnte den Schwung aus dem Erfolg beim VfB Marsberg nicht mit ins Heimspiel gegen den TUS Velmede-Bestwig nehmen und unterlag mit 1:2. Letzten Endes waren zwei ĂŒberflĂŒssige Tore ausschlaggebend fĂŒr die Niederlage. Medebach wollte aus einer gut organisierten Abwehr schnelle Angriffe vortragen. So hatte Markus LĂŒbbert auch die erste Gelegenheit des Spiels, er verzog aber aus kurzer Distanz. Trotz leichter FeldĂŒberlegenheit der GĂ€ste war es Dominik MĂŒller, der mit einem strammen Schuss im Anschluss an einen Eckball fĂŒr die FĂŒhrung des TUS Medebach sorgte. Vielleicht hĂ€tte das Spiel einen anderen Verlauf genommen, wenn man die FĂŒhrung mit in die Pause hĂ€tte nehmen können, allerdings kam es anders. Nach einem Ballverlust weit in der HĂ€lfte der GĂ€ste schaffte man es nicht, den folgenden Konter zu stoppen. Nachdem Kaya nicht energisch genug am Flanken, landete der Ball vor den FĂŒĂŸen von Janis Schierok, dessen Befreiungsschlag vom Fuß von Skotarzik zum 1:1 ins Tor sprang. Gleichermaßen war das Unentschieden zur Pause gerecht.

Nach dem Wechsel nahm das Spiel an Schwung auf. Bereits nach fĂŒnf Minuten sprang Janis Schierok ein Fernschuss aus kurzer Distanz an die Hand. Der Unparteiische, der in vielen zweifelhaften Situationen gegen Medebach entschied, verhĂ€ngte einen Strafstoß, diese Entscheidung kann man vertreten. Kaya legte sich den Ball zurecht, Medebach TorhĂŒter Michael Padberg guckte das Leder ĂŒber das Tor. Medebach zeigte sich durch dieses Geschenk beflĂŒgelt, kam aber fast nur nach Standardsituationen zu gefĂ€hrlichen Aktionen. ZunĂ€chst war es Christian LĂŒbbert, der aus kurzer Distanz Wilmes anschoss. Wenig spĂ€ter ĂŒberlief Markus LĂŒbbert die Bestwiger Hintermannschaft und wurde klar gefoult, der Schiedsrichter verlegte den Tatort aber außerhalt des Strafraums. Eine Fehlentscheidung, wenn man den vielen Zuschauern glaubt, die auf Höhe der Strafraumlinie platziert waren. Wie auch immer, Georg Drilling nahm sich den Ball und scheiterte knapp am Außenpfosten. In dieser stĂ€rksten Phase der Heimmannschaft gefiel noch der eingewechselte Artjom Siebert durch zwei FernschĂŒsse. Bestwig war immer dann gefĂ€hrlich, wenn es mit schnellen Angriffen das Mittelfeld ĂŒberbrĂŒcken konnte, scheiterte aber zumeist am fehlenden letzten Pass oder an Michael Padberg. Der Siegtreffer fiel dann aber nach einem leichtsinnigen Ballverlust im Abwehrbereich, an dem mehrere Medebacher Akteure beteiligt waren. Letztendlich tauchte Ullrich frei vor Padberg auf und erzielte das umjubelte 1:2.

Ein Unentschieden wĂ€re sicher auch möglich bzw. gerecht gewesen, dieses hĂ€tte zum Verlassen der AbstiegsrĂ€nge gereicht. So musste man Bestwig vorbei ziehen lassen und steht bei weiterhin einem Punkt RĂŒckstand auf Tabellenplatz 15. Michael Padberg, Georg Drilling und Patrick Linn waren Medebachs Beste in diesem Sechspunktespiel.

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