Der TUS Medebach unterlag im Kellerduell in Oeventrop mit 1:2 und musste im Abstiegskampf einen herben RĂŒckschlag hinnehmen. Durch die Niederlage fiel man wieder ans Tabellenende zurĂŒck. Insgesamt investierte man zu wenig in das Spiel und Oeventrop ging als verdienter Sieger vom Platz. Dabei hatte alles so gut begonnen: Nach zwei vergebenen Möglichkeiten der Platzherren ĂŒberspielte Medebach die Oeventroper Abseitsfalle, und es war Jan Vieweger, der nach einer Viertelstunde die FĂŒhrung erzielen konnte, Medebachs Marschroute schien aufzugehen. In der Folgezeit stand man aber zu tief und vor allem zu weit von den Gegenspielern weg, so dass Oeventrop das optische Übergewicht auch zum Ausgleich nutzen konnte. Markus Kutnar stand völlig frei vor Michael Padberg und erzielte nach einer knappen halben Stunde das 1:1. Die Hausherren blieben am DrĂŒcker, kamen aber zu keinen weiteren Treffern bis zur Pause. Auf der Gegenseite bot sich Peter Ricke noch eine gute Schussmöglichkeit, der aber am Tor vorbei zielte.

In HĂ€lfte 2 das gleiche Bild: Oeventrop mit mehr Ballanteilen, Medebach suchte sein Heil mit schnellem Konterspiel. Nachdem der gut aufgelegte Michael Padberg zunĂ€chst noch zweimal klĂ€ren konnte, war es erneut Kutnar, der die Hausherren in FĂŒhrung brachte. Medebach war zwar um Korrektur bemĂŒht, fand aber spielerisch nicht die Mittel, um den angepeilten Punkt mitzunehmen. Die grĂ¶ĂŸte Gelegenheit hatte Peter Ricke kurz vor Schluss. So blieb es beim 2:1 des Aufsteigers, der von seinen 17 Punkten jetzt 6 gegen Medebach geholt hat.

Ein Wort noch zur Schiedsrichterleistung: Der Unparteiische leitete die Partei ohne Fehler. Wenn allerdings ein FĂŒnkchen Wahrheit daran sein sollte, dass ein guter Schiedsrichter bei der Spielleitung nicht auffĂ€llt, war in Oeventrop das Gegenteil der Fall. Jeder Einwurf und jede Entscheidung wurde zelebriert, ein Spielfluss kam dadurch nicht zustande. Offensichtlich wird die Spielleitung anders ausgelegt, wenn der Schiri (wie dieses Mal) unter Beobachtung steht. Trotz einer gefĂŒhlten effektiven Spielzeit von 45 Minuten trĂ€gt Medebach selbst die Schuld an der Niederlage. Die meisten Spieler erreichten ihre Normalform nicht.

Aktuelles – Archiv