Die Pechsträhne setzt sich fort: In der dritten Minute der Nachspielzeit musste der TUS Medebach in Eslohe noch den zweiten Gegentreffer hinnehmen und unterlag mit 1:2. Vorausgegangen war eine gute und geschlossene Mannschaftsleistung, mit der man sich einen Punkt verdient hatte.

Eslohe übte zu Beginn an Druck aus, Medebachs Abwehr stand aber sicher. Innerhalb von 5 Minuten gab es dann drei Top-Gelegenheiten für den TUS. Zunächst wurde Jan Vieweger im Sechszehner gehalten, den fälligen Strafstoß schoss Andre Ricken aber in die Arme von Berens. Nur zwei Minuten später war es Christian Lübbert, der im Anschluss an eine Ecke mit einem wuchtigen Kopfball an Berens scheiterte. Die folgende Ecke köpfte dann Andre Ricken ein und machte seinen Fehlschuss somit wieder wett. Eslohe ließ den Ball gut durch die eigenen Reihen laufen, nur selten fand man allerdings den Weg zum Torabschluss. Glück hatte Medebach, als der erneut starke Michael Padberg Mersorski von den Beinen holte und der Elfmeterpfiff ausblieb. Schmidt war es schließlich, der mit einem strammen Schuss aus 22 Metern den Innenpfosten traf und den Ausgleich erzielte. Peter Ricke hatte kurz vor dem Halbzeitpfiff noch eine gute Gelegenheit, schloss aber etwas überhastet ab. Das 1:1 zur Pause ging in Ordnung, mit etwas Glück (was ist das, die Frage ist momentan erlaubt?) wäre auch eine Führung möglich gewesen.

Nach dem Wechsel erhöhte der BC noch den Druck aufs Medebacher Gehäuse. Ein Flugkopfball von Mersorski ging knapp am Tor vorbei, der Ball war alledings zuvor einen Meter im aus. Eslohe hatte Mitte der zweiten Hälfte drei gute Gelegenheiten, scheiterte aber kläglich bzw. scheiterte am gut aufgelegten Padberg. Auf der anderen Seite lief der stark aufspielende Jan Vieweger zweimal allein aufs Tor zu, fand aber in Berens bzw. im (falschen) Abseitspfiff ein Ende seiner Torbemühungen. Drei Minuten vor Ende unterlief Medebach ein folgenschwerer Fehler im Spielaufbau, und Eslohe kam durch den eingewechselten Gördes noch zum 2:1.

Wenn auch wieder keine Punkte dabei heraus kamen, kann man auf der Leistung ganz bestimmt aufbauen. Zum Einsatz kamen auch die drei freigeholten A-Jugendlichen Daniel Köster, Ennrico Schmiedeler und Artjom Siebert sowie Klaus Nolten, der letztes Jahr aus der Jugend gekommen ist. Eine gute Leistung ist noch Andre Ricken und vor allem Patrick Linn zu bescheinigen, der gegen Niemietz eine Klassepartie zeigte, ihn nicht zur Entfaltung kommen ließ und zudem noch Zeit fand, sich in die Offensive einzuschalten. In der WP-Elf des Tages blieb man trotz wiederholter Nominierung leider wieder unberücksichtigt. Georg Drilling spielte zum zweiten Mal in der Saison Schaltstation im Mittelfeld.

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