Der TUS Medebach musste in Cobbenrode eine unnötige 2:4 Niederlage einstecken, die letzten Endes Folge der Unterzahl war, da Medebach zum Schluss mit drei Spielern weniger auf dem Feld stand.

In der ersten Halbzeit hatte Medebach die größeren Chancen auf seiner Seite. Andre Ricken, der im Sturmzentrum aufgeboten wurde, scheiterte bereits nach 3 Minuten mit einem Kopfball denkbar knapp. Auch in der Folgezeit zeigte Medebach die effizientere Spielanlage, so konnte Üser einen Lupfer von Hendrik Stuhldreher entschärfen und ein weiterer Ricken-Kopfball wurde von der Linie geschlagen. Cobbenrode versuchte es vornehmlich aus der zweiten Reihe, blieb damit aber ohne Erfolg. Fünf Minuten vor der Halbzeit stocherte dann Jens Fresen, der im zentralen defensiven Mittelfeld überzeugen konnte, den Ball nach Vorarbeit von Andre Ricken über die Linie, die Führung zur Halbzeit ging in Ordnung. In guter Verfassung präsentierte sich übrigens auch Jan Vieweger im vorderen Mitteleld.

Nach dem Wechsel geriet Medebach nach einer undurchsichtigen Situation in Unterzahl. Janis Schierok lag am Boden, und zur Überraschung des TUS Medebach sah er anschließend Gelb-Rot. Nachdem schon die erste Gelbe Karte aus der ersten Halbzeit zweifelhaft erschien, hier hatte Schierok klar den Ball gespielt, war das Urteil der mitgereisten Fans über diese Entscheidung eindeutig. Medebach zeigte sich unbeeindruckt und ging durch einen direkt verwandelten Freistoß von Jan Vieweger postwendend mit 2:0 in Front.

Kurze Zeit später schafften die Hausherren durch den eingewechselten Hoffmann nach einem Freistoß per Kopf den Anschluss. Noch waren 25 Minuten zu spielen, und Medebach wehrte sich tapfer in Unterzahl und hatte trotzdem gute Kontermöglichkeiten, beispeilsweise durch Markus Lübbert, der seinen Schuss zu hoch ansetzte. Cobbenrode verschärfte jetzt aber den Druck, man merkte der Mannschaft aber an, dass sie Schwierigkeiten hat, aus dem Spiel heraus zu Chancen zu kommen. Spielentscheidend dann die 68. Minute: Hoffmann grätscht mit beiden Beinen in Torhüter Florian Niggemeier hinein, beide liegen 3-4 Sekunden ineinander, ohne dass ein Pfiff ertönt. Im Anschluss an die aus dieser Situation reseltierenden Hektik sah Georg Drilling Rot, während Hoffmann mit einer Gelben Karte begnadigt wurde. Für Medebach wurde es somit nicht einfacher, und erneut Hoffmann war es, der einen Fehler der Hintermannschaft zum 2:2 ausnutzte. Nur zwei Minuten später bot sich Peter Ricke die Chance zur erneuten Führung, aus kurzer Distanz traf er aber den Ball nicht richtig. Medebach geriet zusehends unter Druck, aber es sollte erneut eine Standardsituation sein, die für die Entscheidung sorgte. Christian Lübbert fälschte einen Hufnagel-Freistoß ab – 3:2. In der hektischen Schlussphase gelang Hufnagel noch das 4:2, Jan Müller sah ebenfalls noch Rot, als er im Mittelfeld mit einem FC-Akteur den Laufweg kreuzte. Hier wäre Gelb-Rot die richtige Entscheidung gewesen.

Fazit: Medebach hatte in Unterzahl nur wenig Chancen, das Spiel zu gewinnen. Die Leistung des Unparteiischen soll an dieser Stelle (außer bei der Analyse der Roten Karten) nicht weiter beurteilt werden. Es sei aber auf den Spielbericht SV Schmallenberg/Fredeburg – TUS Medebach (3:0) aus der Saison 2004/2005 verwiesen, die ebenfalls von Schiedsrichter Schmidt geleitet wurde.

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