Alte Herberger Weisheit: Ein Spiel dauert 90 Minuten. Wenn dieser Mann doch nur Recht hätte, hätte Medebach 2 Zähler mehr auf dem Konto. Da ein Spiel aber manchmal länger dauert, reichte es beim Spiel gegen den TUS Müschede nur zu einem 1:1, denn der Gegentreffer fiel in der 93. Minute. Schiedsrichter Ruivo hatte berechtigterweise drei Minuten nachspielen lassen.
In der ersten Hälfte konnten sich die insgesamt enttäuschenden Gäste ein leichtes Übergewicht erspielen. Sie teilten sich aber mit dem TUS Medebach das Schicksal, dass der finale Pass in die Spitze meist nicht sein Ziel fand, und so war es in der ersten Hälfte ein Spiel ohne die ganz großen Möglichkeiten. Die dickste Gelegenheit bot sich Jan Vieweger, der nach schönem Zuspiel von Hendrik Stuhldreher das Tor knapp verfehlte. Auf der anderen Seite bot Medebach mit die beste Defensivleistung der Saison, und Christian Hast blieb bis auf einen Schuss auf die Tormitte beschäftigungslos. Auch wenn es zur Halbzeit 0:0 stand und Torchancen Mangelware waren, war es kein „typisches“ 0:0, da sich beide Mannschaften im Mittelfeld ordentlich beackerten.
In der zweiten Halbzeit übernahm Medebach die Initiative, in der ersten Viertelstunde fand die Partie zumeist vor dem Müscheder Tor statt. Markus Lübbert verzog aus der Drehung, drei Freistoßsituationen verpufften wirkungslos.
Zwanzig Minuten vor dem Ende fasste sich Peter Ricke ein Herz und zog aus 20 Metern ab, das Geschoss schlug zur Medebacher Führung ein. Müschede erhöhte fortan die Angriffsbemühungen, war aber gegen die gut organisierte Medebacher Defensive am Strafraum mit dem Latein am Ende. Dass es doch noch zum 1:1 reichte, lag an schon besagter 93. Minute: Medebach bekam den Ball nicht weg, und Lülf staubte mit der ersten klaren Gelegenzeit ab.
Fazit: Für Medebach ist der Punkt auf Grund des Spielverlaufs fast schon zu wenig, allerdings darf man mit der Leistung und dem Unentschieden gegen den Tabellendritten zufrieden sein. Für Müschede vergrößerte sich der Rückstand auf Erndtebrück auf 5 Zähler.
Seinen Einstand in der Medebacher 1. Mannschaft und gleichzeitig sein Bezirkgsligadebüt feierte Vitalis Paul in der Schlussphase der Partie. Felix Müller, der zufällig in Medebach weilte, kam ebenfalls zum ersten Saisoneinsatz und half damit, die zahlreichen Ausfälle zu kompensieren.

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