Dem TUS Medebach gelang im Aufsteigerduell gegen den FC Cobbenrode der dritte Heimsieg in Folge. Wie schon bei den Siegen gegen Arnsberg und Oberschledorn bewies man wieder mal Moral, da ein RĂŒckstand aufgeholt werden musste. In diesem Spiel ging der Gast aus Cobbenrode gleich zwei mal in FĂŒhrung.
Medebach fand in der ersten Halbzeit so gut wie gar nicht statt, und der FC konnte sich bei spĂ€tsommerlichem Herbstwetter ein Übergewicht erspielen. Nach 15 Minuten ging man in FĂŒhrung, als Christian Hast einen tĂŒckischen Aufsetzer nicht festhalten konnte und Allebrodt abstaubte. Man konnte Medebach nicht unbedingt ansehen, dass man heute die AbstiegsplĂ€tze verlassen konnte, und der Ausgleich fiel praktisch aus dem Nichts, als Markus LĂŒbbert einen Schnitzer in der FC-Hintermannschaft ausnutzen konnte.
Nach dem Wechsel kam Medebach etwas besser zurecht, Andre Ricken hatte in dieser Phase Pech, dass sein Kopfball an den Pfosten ging. Wenig spĂ€ter musste der gut aufgelegte Christian Hast bei einem Fernschuss sein ganzes Können aufbieten und lenkte den Ball zur Ecke. In der 67. Minute grĂŒĂŸte das Murmeltier aus dem Scharfenberg Spiel…: Bei einem Konter hĂ€tte Medebach die FĂŒhrung erzielen mĂŒssen, als Jens Fresen den Ball etwas zu steil auf Peter Ricke auflegte. Im direkten Gegenzug war es Hoffmann, der per Volleyabnahme die erneute GĂ€stefĂŒhrung besorgte. Taktische Umstellungen waren erforderlich, uns so rĂŒckte Christian LĂŒbbert ins Mittelfeld vor und Andre Ricken wechselte in den Sturm. Jens Fresen und Andre HĂŒlsmann verließen den Platz. Nur 1 Minute spĂ€ter war Medebach vom GlĂŒck begĂŒnstigt, als Georg Drilling, der trotz Muskelbeschwerden auflaufen konnte, abgefĂ€lscht den Ausgleich erzielte. Jetzt war Medebach am DrĂŒcker, und nur wenige Minuten spĂ€ter nutzte Andre Ricken seine Lufthoheit aus und traf mit einem wuchtigen Eckball in den Winkel – 3:2. Cobbenrode setzte jetzt alles auf eine Karte, war allerdings nicht durchschlagskrĂ€ftig genug. Auf der anderen Seite boten sich Medebach immer wieder gute Kontergelegenheiten. Eine davon nutzte Jan Vieweger, der sich mit Schmidt packende Duelle lieferte, und letztendlich unter Beweis stellte, dass er doch nicht 90 Minuten auszuschalten ist. Das 4:2 mit dem Schuss aus der Drehung war der Schlusspunkt in einer Partie, die unter dem Strich aus Medebacher Sicht auf Grund des Dreiers in Ordnung ging. Spielerisch und auch kĂ€mpferisch kann man allerdings noch zulegen, und das wird in der nĂ€chsten Woche in ErndtebrĂŒck auch erforderlich sein.
Peter Rickes Schulterverletzung stellte sich im Krankenhaus „nur“ als Schultereckgelenkszerrung aus, der befĂŒrchtete BĂ€nderriss bewahrheitete sich also glĂŒcklicherweise nicht.
Andre Ricken, Georg Drilling und Markus LĂŒbbert gehörten zu den Aktivposten im Medebacher Spiel.

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