Mit 3:2 behielt der TUS Medebach im Derby gegen den VFB Marsberg die Oberhand und fuhr den zweiten Dreier hintereinander ein. Damit hat Medebach endgĂŒltig den Anschluss ans Mittelfeld hergestellt.
Das Spiel nahm exakt den Verlauf, den man in der Mannschaftsbesprechung erwartet hatte: Marsberg hatte die grĂ¶ĂŸeren Spielanteile, Medebach spielte mit schnellen Angriffen nach vorne effektiver. Nach anfĂ€nglichem Abtasten schickte Hendrik Stuhldreher nach 19 Minuten mit einem Zuckerpass in die Schnittstelle der Viererkette Jan Vieweger auf die Reise, der gekonnt zum 1:0 einschoss. Exakte diese Zuspiele hatte man im Freitagstraining noch einstudiert, das Tor kam also nicht von ungefĂ€hr. Marsberg erhöhte jetzt den Druck, war aber am Strafraum zumeist mit seinem Latein am Ende. Trotzdem sollte dem VFB noch der Ausgleich gelingen. Spielertrainer Paul Bender war es, der mit einem harten Freistoß aus 25 Metern traf. Hört sich gut an, war es aus Medebacher Sicht allerdings nicht, denn der Ball ging durch die Mauer und war somit unhaltbar fĂŒr Florian Niggemeier. Mit dem 1:1 wurden auch die Seiten getauscht.
Nach Wiederbeginn blieb Marsberg tonangebend, die HĂ€ufigkeit und IntensitĂ€t der Medebacher Angriffe nahm aber zu. Nachdem Dominik MĂŒller in der 55. Minute per Rechtsschuss noch gescheitert war, machte es Peter Ricke 5 Minuten spĂ€ter besser. Erneut eingesetzt von Hendrik Stuhldreher schob er zum viel umjubelten 3:1 ein. Marsberg gab sich nicht mit der sich androhenden erneuten AuswĂ€rtsniederlage zufrieden und machte Dampf. Medebach hielt dagegen und setzte Stiche in Form von Kontern. In dieser Phase hatte Medebach GlĂŒck, dass Marsberg mit einem Kopfball auf die Torlatte scheiterte, zudem erwies sich Florian Niggemeier zweimal als Meister seines Fachs. Zwölf Minuten vor dem sorgte Peter Ricke fĂŒr die Vorentscheidung, als er drei GĂ€stekicker einschließlich Keeper MĂŒller umkurvte und aus spitzem Winkel einschob. Doch das Spiel war noch nicht vorbei: Janis Schierok erwischte fĂŒnf Minuten vor Schluss Nassery an der Hacke, Wetekam ließ sich die Elfmeterchance nicht entgehen. Das Spiel blieb spannend, auch wenn sich keine Großchance mehr ergab.
Unter dem Strich geht der Sieg des TUS Medebach in Ordnung, den man sich mit Leidenschaft und Kampf verdiente. Die TUS-Akteure konnten durch die Reihen ĂŒberzeugen, die Bestnote verdienten sich Georg Drilling, Jan Vieweger, DoppeltorschĂŒtze Peter Ricke und Florian Niggemeier. Das packende Spiel hatte mehr als die 150 Zuschauer verdient, die den Weg ins Hansestadion fanden.
In einer Woche steht gegen den VFL Bad Berleburg bereits das nÀchste Heimspiel auf dem Programm.

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