Trotz Unterzahl konnte der TuS Medebach beim FC Assinghausen/Wiemeringhausen/Wulmeringhausen (im folgenden AssWieWu) einen klaren und in der Höhe verdienten 6:2 Erfolg einfahren.

Es waren schwierige Bedingungen in Wiemeringhausen, ein tiefer und holpriger Rasenplatz verhinderte ein gelungenes Kombinationsspiel und führte zu Fehlern auf beiden Seiten. Medebach hatte Schwierigkeiten, in die Begegnung zu kommen, was allerdings nicht nur dem Platz geschuldet war, denn insgesamt wirkte Medebachs Spielweise in der ersten halben Stunde zu behäbig. Bereits in der vierten Minute ging man nach mehrfach inkonsequenter Verteidigung durch Dominik Braun mit 0:1 in Rückstand. In der Folgzeit mühte sich Medebach, ohne aber klaren Zugriff aufs Spiel zu bekommen. Trotzdem kam man zu drei guten Gelegenheiten gegen die sich größtenteils einigelnde AssWieWu-Defensive. Rene Kleinhans per Fuß und per Kopf hätte den Ausgleich erzielen können, die größte Gelegenheit versiebte aber Andre Ricken, der aus kurzer Distanz nach schöner Vorarbeit von Michi Kuhnhenne Carsten Nagel anschoss. Für den Ausgleich musste eine Standardsituation herhalten. Tim Fresen guckte hier Torhüter Nagel aus und traf aus 25 Metern an den Innenpfosten, von wo der Ball ins Tor sprang (39.). AssWieWu zeigte sich beeindruckt und ließ noch vor dem Wechsel ein Abstaubertor von Michi Kuhnhenne zu, Bruder Christian hatte vorbereitet.

Nach dem Wechsel war Medebach erneut nicht bei der Sache. Christian Lübbert und Jens Fresen konnten sich nicht einigen, wer denn für einen langen Ball verantwortlich war, Nutznießer war Moritz Bücker, der alleine auf Dominik Lefarth zulief und hart an der Strafraumgrenze von den Beinen geholt wurde. Folgen waren eine Rote Karte für den Medebacher Keeper und der 2:2 Ausgleich durch Julian Busch. Medebach sortierte sich neu und stellte um auf Dreierkette, wodurch im Mittelfeld der Zugriff aufs Spiel gehalten werden konnte. Aufkeimende Hoffnungen im AssWieWu-Lager wurder erstickt, als Andre Ricken nur drei Minuten nach dem Ausgleich per Kopf gegen die Laufrichtung von Nagel das 2:3 erzielte. Medebach wartete auf die Offensive der Gastgeber, die fand aber nicht statt. Stattdessen ergaben sich massive Lücken im Abwehrverbund, die Medebach auszunutzen wusste. Der eingewechselte Jonas Köster erzielte zwanzig Minuten vor dem Ende nach schöner Einzelleistung das vorentscheidende 2:4 und musste anschließend aus gesundheitlichen Gründen wieder vom Feld. Erneut Michi Kuhnhenne und Andre Ricken, jetzt beide also mit Doppelpack, sorgten für einen klaren Erfolg des TuS Medebach.

Es war ohne Frage ein verdienter Erfolg des TuS, die Mannschaft hatte in den entscheidenden Momenten immer etwas zuzusetzen. Warum das erst nach Rückstand und in Unterzahl am besten gelang, ist noch zu analysieren. Am nächsten Wochenende ist die Briloner Reserve in Medebach zu Gast. Verzichten muss Medebach für zwei Wochen auf den rotgesperrten Dominik Lefarth, der in Wiemeringhausen durch seinen Bruder Christian routiniert vertreten wurde. Mit Torben Rabe konnte der TuS einen weiteren Torwart verpflichten, Rabe hat es beruflich nach Medebach verschlagen. In den bisherigen Trainingseinheiten konnte Torben einen guten Eindruck hinterlassen, die Stationen des Keepers reichen bis in die Landesliga. Die Spielberechtigung sollte in Kürze vorliegen.

Medebachs U23 hatte spielfrei, die Dritte musste sich beim Derby in Küstelberg mit 2:5 geschlagen geben. Beide Treffer erzielte Sascha Wilenski. Medebachs Damen konnten beim klaren 6:2 gegen Reiste drei Punkte einfahren.

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