Der TuS Medebach gewann das Kellerduell in Marsberg mit 2:1 (1:0) und sendete damit ein Lebenszeichen im Abstiegskampf.

Als Hendrik Stuhldreher in der 90. Minute den vielumjubelten Siegtreffer erzielte, war die Geschichte des Spiels noch lĂ€ngst nicht erzĂ€hlt, denn es gab auf Grund einiger Unterbrechungen vom guten Referee noch vier Minuten oben drauf, die es in sich hatten. Marsberg hĂ€tte noch dreimal den Ausgleich erzielen können, einmal scheiterte Meyer an Dominik Lefarth, ein weiteres Mal reagierte Lefarth gut bei einem aus kurzer Distanz abgefĂ€lschten Ball, und ein drittes Mal drosch ein Marsberger den Ball aus kurzer Distanz ĂŒber das Tor. Dann war das Spiel aus und der erste Medebacher Saisonerfolg perfekt.

In der ersten Halbzeit sahen die 200 Zuschauer, die auch aus Medebach zahlreich angereist waren, ein technisch ordentliches Spiel beider Mannschaften. Medebach hatte die erste Gelegenheit durch einen Fernschuss des agilen Jan Vieweger. Medebach war in der Auftaktviertelstunde die bessere Elf, der VfB fand aber zunehmend besser ins Spiel und hatte die grĂ¶ĂŸte Gelegenheit der ersten HĂ€lfte. Patric Hundertpfund hatte Meyer elfmeterreif von den Beinen geholt, Lorenz schoss den Strafstoß allerdings ans Lattenkreuz. Wenige Minuten spĂ€ter lief Hendrik Stuhldreher alleine aufs Tor zu, verpasste aber den Querpass auf den freistehenden Jan Vieweger, das war Medebachs grĂ¶ĂŸte Gelegenheit bis dahin. In der 40. Spielminute prĂŒfte Tim Fresen MĂŒller mit einem Freistoß, eine Glanzparade verhinderte die Medebacher FĂŒhrung. Die fiel dann doch noch kurz vor Ende der ersten HĂ€lfte, als sich Hendrik Stuhldreher auf rechts durchsetzte und den Ball nach innen brachte. Michi Kuhnehenne verwandelte im zweiten Versuch, Medebach ging mit einer knappen FĂŒhrung in die Pause.

Nach dem Wechsel erfolgte ein deutlicher Bruch im Spiel. Zum einen erlaubten sich beide Mannschaften deutlich mehr Fehler im Spielaufbau, zum anderen stand Medebach ĂŒberhaupt nicht mehr auf dem Platz in der ersten halben Stunde. Marsberg konnte bereits nach zwei Minuten durch Meyer egalisieren und erlebte fortan seine stĂ€rkste Phase. Hier konnte sich Dominik Lefarth einmal auszeichnen, und ein weiteres Mal verzog Kraemer aus ausichtsreicher Position. Erst nach einer halben Stunde kam Medebach zurĂŒck und hatte einige gute KonteransĂ€tze, die aber leichtfertig verdaddelt wurden. Zudem landete ein Freistoß von Tim Fresen in der Mauer. In oben besagter Schlussminute schickte Dennis Oltmann Tobias Panek auf die Reise, dessen scharfe Hereingabe von Hendrik Stuhldreher ĂŒber die Linie gedrĂŒckt wurde. Mit dem nötigen GlĂŒck brachte man den ersten AuswĂ€rtsdreier ĂŒber die Zeit.

Auch wenn sich der Abstand auf die NichtabstiegsplĂ€tze nicht verringerte, dĂŒrfte der AuswĂ€rtssieg der jungen Medebacher Mannschaft Auftrieb und Selbstvertrauen geben. Eine gute Leistung ist ferner Abwehrchef Christian LĂŒbbert, Jan Vieweger und Dennis Oltmann zu bescheinigen, der erstmals auf der fĂŒr ihn ungewohnten Rechtsvereidigerposition zum Einsatz kam und seine Sache gut machte. Zu seinem ersten Saisoneinsatz kam Philipp Schwierske.

NĂ€chste Woche folgt das nĂ€chste Kellerduell gegen RW Lennestadt/GrevenbrĂŒck. Zuvor testet Medebach am Dienstagabend (19 Uhr) seine Form gegen den TSV Frankenau.

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