Das Derby zwischen dem TUS Medebach endete 3:3, wobei beide Teams eine Halbzeit fĂŒr sich verbuchen konnten. Die erste HĂ€lfte gehörte den Platzherren, die schnell nach vorne spielten und die GĂ€ste damit immer wieder vor Probleme stellten. Nach schöner Vorarbeit von Andre Ricken erzielte Artjom Siebert frĂŒh das 1:0. Direkt nach Wiederbeginn hatte Medebach GlĂŒck, als Michael Padberg einen Kopfball von Sven Schneider noch an den Pfosten lenken konnte. Es entwickelte sich ein munteres Spiel mit Chancen auf beiden Seiten, wobei die besseren auf Seiten des TUS Medebach lagen. So hĂ€tte Andre Ricken bei zwei KopfbĂ€llen und einmal frei vor Völkel die FĂŒhrung ausbauen können. Auf der anderen Seite touchierte nach einem Eckstoß ein Ball vom Knie von Jan PfĂ€nder erneut das Medebacher Aluminium. Oberschledorn hatte in HĂ€lfte 1 einige Probleme im Spielaufbau, folgerichtig ging die Medebacher FĂŒhrung zur Pause in Ordnung, die Peter Ricke fast mit dem Halbzeitpfiff auf 2:0 ausbaute.

Nach dem Wechsel wendete sich das Blatt. Oberschledorn ĂŒbernahm die Initiative, kam immer wieder ĂŒber die FlĂŒgel und erzielte so bereits nach drei Minuten durch Jan PfĂ€nder den Anschlusstreffer. Medebach fiel in Schockstarre, war nicht mehr nah genug am man und sah fast teilnahmslos zu, wie der SVO das Spiel drehte. Nach Foul von Janis Schierok an Sven Schneider verwandelte erneut PfĂ€nder den fĂ€lligen Elfmeter zum 2:2. Nur eine Minute spĂ€ter rutschte Schneider an einer scharfen Hereingabe vorbei. Schneider war es auch, der nach einer Stunde das 2:3 markierte. Medebachs ordentliche Leistung der ersten Halbzeit war in kurzer Zeit auf den Kopf gestellt, es dauerte weitere zehn Minuten, ehe man sich bekrabbelte. Erste erwĂ€hnenswerte Aktion der zweiten Halbzeit war eine Volleyabnahme von Andre Ricken, die in den Armen von Völkel landete. Auf der anderen Seite konnte sich Michael Padberg noch zweimal auszeichnen, ehe Völkel einen Schuss von Patrick Linn sicher festhielt. Zehn Minuten vor dem Ende fasste sich Andre HĂŒlsmann aus zwanzig Metern ein Herz und traf zum 1:1, diese Schusstechnik ist in Mannschaftskreisen auch als „Falkenschuss“ bekannt. In der Schlussphase gab es sogar noch die Gelegenheit zum Siegtreffer, die aber ĂŒberhastet vergeben wurde.

Fazit: Medebach verpasste es, schon in der ersten HĂ€lfte den Sack zu zu machen. Auf Grund einer katastrophalen Auftaktviertelstunde in der zweiten Halbzeit brachte man sich um den Sieg. Unter dem Strich geht das Unentschieden in Ordnung. Es gefielen Patrick Linn als offensiver Antreiber, Andre HĂŒlsmann nicht nur auf Grund seines Tores und Peter Ricke, der insbesondere in der ersten HĂ€lfte die SVO-Abwehr immer wieder vor Probleme stellte.

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