Der TUS Medebach holte in Grafschaft den noch notwendigen Punkt zum Klassenerhalt und bleibt auch im nächsten Jahr Bezirksligist.

Es wäre eine schöne Einleitung für diesen Artikel gewesen. Aber äußere Umstände, die der TUS Medebach nicht verschuldet hat, führen dazu, dass Medebach nach augenblicklichem Stand den bitteren Weg in die A-Liga antreten muss. Es bleibt ein Restfünkchen Hoffnung, ob möglicherweise noch Mittel auf Rechtsebene ausgeschöpft werden können, vielleicht aber auch darauf dass es auf moralischer Ebene irgendeine Lösung zugunsten des TUS Medebach geben kann. Bis jetzt haben sich auf telefonischer Ebene bereits einige Vereine mit dem TUS Medebach solidarisch erklärt.

Jens Fresen brachte seine Farben nach schöner Einzelleistung frühzeitig aus spitzem Winkel mit 1:0 in Führung. Medebach merkte man in der ersten Halbzeit den Druck nicht an, die Mannschaft kombinierte gut und war klar tonangebend. Trotzdem fiel nach einer Viertelstunde der Ausgleich für die SG. Michael Padberg war nach einer zu kurzen Rückgabe unglücklich mit SG-Stürmer Stefan Schlüter zusammengeprallt, Sebastian Meyer verwandelte den Strafstoß zum 1:1. Der TUS Medebach wünscht Stefan Schlüter, der sich beim Zusammenprall einen Beinbruch zugezogen hat, einen guten Heilungsverlauf und eine baldige Rückkehr auf den Fußballplatz. In der Folgezeit drückte Medebach aufs Tempo, insbesondere der gut aufgelegte Peter Ricke fand aber immer wieder in Oliver Peis seinen Meister.

Medebach hatte auf den Plätzen in Aue, Allagen und Bestwig Beobachter postiert und war somit über die Spielstände ständig informiert. Mit zunehmendem Spielverlauf bestätigte sich, dass nur ein Sieg weiter helfen würde. Medebach versuchte alles und hatte gute Möglichkeiten durch Jan Vieweger, Peter Ricke und mehrfach Andre Ricken, immer wieder stand Peis im Weg. Auf der anderen Seite gab es gegen Ende Konterchancen für die SG, Michael Padberg war aber zur Stelle.

Banges Warten nach dem Appfiff über die Ergebnisse auf den anderen Plätzen, insbesondere Bestwig, wo das Spiel noch lief, dann gab es traurige Gewissheit. Medebach hat die sportliche Qualifikation auch ohne den Sieg in Grafschaft geschafft, Paragrafen bzw. deren Auslegung verhinderten aber den Klassenverbleib.

Es sei denn, es gibt sie wirklich noch im Fußball, die Moral, an die man sich jetzt als letzen Strohhalm klammert…

 Siehe auch: http://www.derwesten.de/nachrichten/sport/lokalsport/medebach/2009/6/7/news-122060511/detail.html

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